Goldmelisse

Goldmelisse

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Monarda didyma

Verwendung von Goldmelisse

Die Goldmelisse lässt sich wie nahezu alle Monardengewächse gut in der Küche und als Heilkraut verwenden.

Goldmelisse in der Küche

Als Gewürzkraut wird die Goldmelisse vor allem in den USA häufig verwendet. Sie gilt dort als hervorragendes Teekraut. Sie lässt sich allerdings in der Küche wie folg verwenden:

  • Würzen von Getränken
  • als Gewürzkraut für Salate und Kartoffeln
  • als Würze für Fleischgerichte (v.a. Schwein, Rind)
  • als Gewürz für Suppen und Saucen

Trotz dieser Verwendungsmöglichkeiten ist der nähere Verwandte, die Wilde Bergamotte (Monarda fistulosa) für Saucen, Fleisch und Kartoffelspeisen etwas besser geeignet.

Für knackige und schmackhafte Salate können die frischen Blätter und junge Sprossen der scharlachroten Indianernessel verwendet werden. Goldmelisse eignet sich sowohl für Gemüsesalate als auch für Obstsalate. Sie haben einen frischen, leicht zitrusartigen und minzartigen Geschmack. Goldmelissenblätter harmonieren übrigens hervorragend mit Pfefferminze.

Als Ersatz zu schwarzem Tee oder Pfefferminztee können die getrockneten Blätter und Blütenköpfe der Goldmelisse genutzt werden. Für einen Tee (250 ml) benötigt man entweder 2 Gramm des getrockneten Krauts oder eine halbe Hand voll frischer Blätter. Goldmelissentee war übrigens zur Zeit der Boston Tea Party ein günstiger und beliebter Ersatz für schwarzen Tee, da die Briten die Steuern auf Tee drastisch erhöht hatten und nur noch wenige Menschen sich Tee aus fernen Ländern leisten konnte.

Als Würzkraut passen die frischen oder getrockneten Blätter vor zu allem Enten- und Hühnchengerichten. Auch Currygerichte, die mal etwas extravaganter schmecken sollen, können mit Goldmelisse eine interessante Geschmacksnote erhalten.

Goldmelisse als Heilkraut

Die auch als scharlachrote Indianernessel bekannte Goldmelisse war den europäischen Heilkundigen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts kaum bekannt. Erst durch die großen Seerouten zwischen der neuen und der alten Welt kam die Pflanze auch bei Ärzten und Botanikern an.

Bis heute spielt die Goldmelisse in der europäischen Pflanzenheilkunde keine allzu große Rolle. In der indianischen Medizin hatte die Pflanze jedoch einen großen Stellenwert in der Behandlung von inneren und äußeren Erkrankungen. Die Medizinmänner der amerikanischen Ureinwohner nutzten die Monarden um beispielsweise Bienen fernzuhalten und um Infektionen und Entzündungen im Haut- und Mundbereich zu bekämpfen. Bekannt ist heute, dass die Indianer Umschläge zubereitet haben, die direkt auf die Haut und auf kleinere Wunden gelegt worden ist.

Die Blätter der Goldmelisse enthalten zahlreiche ätherische Ölverbindungen. Unter anderem finden sich Thymol, Terpinen und Cymen sowie die bioaktiven Komponenten Thymoquinon und Thymohydroquinon in den Zellen der Blätter und Blüten. Heute wird die Goldmelisse (Monarda didyma) sowie die wilde Bergamotte (Monarda fistulosa) mit folgenden Heilwirkungen in Verbindung gebracht:

  • antioxidativ
  • blähungswidrig
  • harn- bzw. ausschwemmungsfördernd (diuretisch)
  • stimulierend
  • Verbesserung der Blutzirkulation
  • leicht fiebersenkend (antipyretisch)
  • antiseptisch
  • wurmabtötend (anthelminisch)
  • schweißtreibend
  • schleimlösend
  • teilweise antiviral

Aufgrund der recht vielseitigen Heilwirkungen sowie der enthaltenden Inhaltsstoffe werden Goldmelissen in der Naturheilkunde heute überwiegend bei folgenden Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt:

  • akuter und chronischer Husten
  • grippale Infekte
  • Infektionen des Mund- und Rachenraums
  • Durchblutungsstörungen
  • Menstruationsstörungen
  • Blähungen
  • möglicherweise Herpes
  • Entzündungen und Infektionen des Urogenitaltrakts
  • Verdauungsschwäche
  • allgemeine Magen- und Darmbeschwerden

In einigen Ländern der Vereinigten Staaten wird die Goldmelisse vor allem zur Behandlung von grippalen Infekten mit Hustenbeteiligung verwendet. Empfohlen werden vor allem Goldmelissentees und Dampfbäder. Für eine Dampfbadkur werden frische Blätter bevorzugt eingesetzt, da sie wohl über ein größeres Wirkstoffspektrum verfügen. Grundsätzlich können die ätherischen Dämpfe eine Entlastung für die Atmungsorgane darstellen und vor allem gegen verstopfte Nasen und hartnäckigem Husten helfen.

In Zukunft könnte der in den Blättern und Blüten enthaltende Stoff Didymin erhöhte Aufmerksamkeit erhalten. Der zu den Flavonoiden zählende Inhaltsstoff hat möglicherweise tumorhemmende und tumorprotektive Eigenschaften, die vor allem beim kleinzelligen Lungenkarzinom helfen können [2]. Didymin konnte in Laborversuchen den Zelltod von Tumorzellen einleiten. Die Forschung steht hier jedoch noch am Anfang, so dass aktuell keine belegbaren Aussagen zur Anwendung bei menschlichem Lungenkrebs getroffen werden können.

Nebenwirkungen und Anwendungshinweise: Die Goldmelisse ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. In der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollten aufgrund fehlender Datenlagen auf Anwendungen mit Monarden verzichtet werden. Im europäischen Raum gibt es derzeit keine Monographien, die Aussagen zur Wirksamkeit, Dosierung oder Anwendung enthalten.